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Entdecken Sie hier ausgewählte Ausstellungen der vergangenen Jahre.
Martin Creed – I don’t know what art is
Laufzeit: 21.10.2023 bis 03.03.2024
Das MKK zeigte eine große Ausstellung des britischen Künstlers Martin Creed (* 1968 in Wakefield/GB), der zu den international erfolgreichsten Gegenwartskünstlern zählt und 2001 mit dem „Turner Prize“ der Tate Britain ausgezeichnet wurde.
Creed realisierte im Museumsgebäude eine immersive Präsentation, die auf die Architektur reagierte. Seine Arbeit Half the air in a given space verwandelte das Erdgeschoss in ein Meer aus gelben Luftballons, durch das sich die Besuchenden bewegten. Im Haus erklang zudem das Piece for Piano, während Work No. 3348, floor marking tapes mit farbigen Bodenmarkierungen neue Linien und Strukturen in den Raum brachte.
Creeds Arbeiten bewegen sich zwischen Spiel und Ernst, Konzeptkunst und überraschender Offenheit. Werke wie Work No. 960, eine fortlaufende Reihe von Kakteen, oder die Videoarbeit Sick Film irritierten die Besuchenden und warfen bewusst die Frage auf: Was ist Kunst?
Die Ausstellung erlaubte viele Deutungen und überließ die Interpretation konsequent dem Publikum.
24! Fragen an die Konkrete Gegenwart
Laufzeit: 23.03. bis 22.09.2024
Die Ausstellung ging der Frage nach, welche Bedeutung die Konkrete Kunst für zeitgenössische Künstler*innen hat: Welchen Einfluss haben ihre Anfänge und historische Entwicklungen auf heutige künstlerische Positionen? Sind ihre Prinzipien weiterhin aktuell – und gilt das genauso für ihren Namen?
Der Begriff „Konkrete Kunst“ wird dem niederländischen Künstler, Architekten und Theoretiker Theo van Doesburg (1883−1931) zugeschrieben, der ihn vermutlich 1924 erstmals formulierte. Rund 100 Jahre später bot dieses Jubiläum Anlass, eine junge Generation von Künstler*innen nach ihrem Verhältnis zu dieser Kunstrichtung zu befragen.
24! Fragen an die Konkrete Gegenwart entstand als Zusammenarbeit des Museums für Konkrete Kunst (MKK) in Ingolstadt mit dem Museum im Kulturspeicher (MiK) in Würzburg. In der Doppelausstellung wurden insgesamt 24 Künstler*innen präsentiert – zwölf im MKK und zwölf im MiK.
Im MKK Ingolstadt beteiligte Künstler*innen:
Carsten Beck • Anna-Maria Bogner • Martim Brion • Lena Ditlmann • Vladiana Ghiulvessi • Dave Grossmann • Toulu Hassani • Marile Holzner • Silvia Inselvini • Fiene Scharp • Marco Stanke • Jonas Weichsel
Im MiK Würzburg beteiligte Künstler*innen:
Banz & Bowinkel • Nina Brauhauser • Sebastian Dannenberg • Fabian Gatermann • Charlotte Giacobbi • Erika Hock • Patrizia Kränzlein • Schirin Kretschmann • Sali Muller • Cătălin Pîslaru • Virginia Toma • Amalia Valdés Mujica
Zurück auf Start! Die Sammlung Gomringer und 30 Jahre Museum für Konkrete Kunst
Laufzeit: 26.03. bis 24.09.2023
Mit der Ausstellung Zurück auf Start! Die Sammlung Gomringer und 30 Jahre Museum für Konkrete Kunst blickte das MKK mit einem Augenzwinkern und spielerischen Elementen auf seine Anfänge in den 1980er- und 1990er-Jahren. Im Zentrum stand die Kunstsammlung von Eugen Gomringer (1925–2025), die einst den Kern der Museumssammlung bildete. Sie umfasst bedeutende Werke der Konkreten Kunst, unter anderem von Josef Albers, Max Bill und Verena Loewensberg. Die 1981 von der Stadt Ingolstadt erworbenen Arbeiten aus dem Besitz des bolivianisch-schweizerischen Schriftstellers und Pioniers der Konkreten Poesie bildeten den Grundstock des 1992 eröffneten Museums.
Zugleich würdigte die Ausstellung das Gebäude in der Tränktorstraße als langjährigen Ausstellungsort und weckte Vorfreude auf den neuen Museumsbau auf dem ehemaligen „Gießereihallen“-Gelände. So verstand sich Zurück auf Start! nicht nur als Rückblick, sondern zugleich als Signal für den Aufbruch in die Zukunft des Museums.
Laufzeit: 09.10. bis 05.03.2023
Die Ausstellung Reflections / Spiegelwelten widmete sich spiegelnden und reflektierenden Materialien in der Kunst. Was heute aus unserer Alltagswelt – etwa durch glänzende Fassaden oder blitzende Autolacke – kaum mehr wegzudenken ist, fand bereits ab den 1950er-Jahren Eingang in die bildende Kunst. Künstler wie Christian Megert, Heinz Mack und Getulio Alviani etablierten spiegelnde Oberflächen als eigenständige Werkstoffe und konzeptuelle Ankerpunkte ihrer Arbeiten.
Ausgehend von Werken aus den Sammlungen des Museums für Konkrete Kunst und der Stiftung für Konkrete Kunst und Design präsentierte die Ausstellung Skulpturen, Gemälde, Fotografien und raumgreifende Installationen von rund 30 Künstler*innen. Gezeigt wurden sowohl Arbeiten von Pionier*innen der Konkreten und Kinetischen Kunst als auch zeitgenössische Positionen.
Beteiligte Künstler*innen:
Getulio Alviani • Werner Bauer • Hans Berchtenbreiter • Victor Bonato • Hellmut Bruch • Bettina Bürkle • Erich Buchholz • Christoph Dahlhausen • Günter Dohr • Rolf Glasmeier • Hermann Goepfert • Dieter Hacker • Hubertus Hamm • Rudolf Kämmer • Imre Kocsis • Camill Leberer • Walter Leblanc • Adolf Luther • Heinz Mack • Christian Megert • Vera Molnár • Sali Muller • Timo Nasseri • Julia Schewalie • Jan Schmidt • Anton Stankowski • Joël Stein • Gerold Tagwerker • Bill Thompson • Timm Ulrichs • Albert Weis • Claudia Wieser • Ludwig Wilding • Peter Vogel
Die andere Seite der Gestaltung
Anton Stankowski und die nächste Generation
Laufzeit: 15.05. bis 25.09.2022
Die Ausstellung entstand im Rahmen des von der Stadt Ingolstadt ausgerufenen „Wissenschaftsjahres 2022“ und rückte Ingolstadt sowohl als Museums- als auch als Forschungsstandort in den Fokus. Designstudierende der Technischen Hochschule setzten sich dabei mit den Arbeiten von Anton Stankowski auseinander, einem der bedeutenden Vertreter der Konkreten Kunst, der die grafische Gestaltung ebenfalls maßgeblich prägte.
Das Museum für Konkrete Kunst zeigte gemeinsam mit der Stiftung für Konkrete Kunst und Design neben Malereien vor allem Zeichnungen Stankowskis, die eine bislang wenig bekannte Seite seines gestalterischen Arbeitens sichtbar werden ließen.
Diesen Ansatz griffen die Studierenden auf, indem sie nicht nur fertige Ergebnisse präsentierten, sondern zugleich verborgene Aspekte des Gestaltungsprozesses: Entwürfe, Experimente und das Scheitern. Damit rückte die Ausstellung eine Seite von Gestaltung und wissenschaftlicher Arbeit in den Blick, die meist unsichtbar bleibt.
Hängepartie. Kunst mit offenem Ende
Laufzeit: 16.01. bis 01.05.2022
Die Ausstellung Hängepartie. Kunst mit offenem Ende griff den Begriff „Hängepartie“ – ursprünglich aus dem Schach stammend – als Bild für Situationen der Ungewissheit auf. Vor dem Hintergrund der Pandemie, die auch die Kunst- und Kulturszene in eine Situation des Wartens versetzte, fragte die Schau nach dem kreativen Potenzial solcher Schwebezustände.
Das Museum für Konkrete Kunst deutete den Begriff bewusst positiv um, denn: Eine Ausstellung ist immer eine „Hängepartie“ – ein Ausschnitt aus der Welt der Kunst, der aufgehängt und damit in die Sichtbarkeit gebracht wird. Ganz im Sinne des Untertitels Kunst mit offenem Ende präsentierte das MKK Werke aus der eigenen Sammlung sowie Arbeiten eingeladener Künstler*innen, die unterschiedliche Assoziationen zu Spannung, Ungewissheit und offenen Entwicklungen anregten.
Beteiligte Künstler*innen:
René Acht • Nevin Aladağ • Hartmut Böhm • Monika Brandmeier • Afra Dopfer • Marcel Duchamp / John Cage • Karl Duschek • Knopp Ferro • Ceal Floyer • Franziska Furter • Camille Graeser • Edgar Gutbub • Dieter Hacker • Stef Heidhues • Vanessa Henn • Gregor Hildebrandt • François Morellet • Hannah Rath • Alf Schuler • Jesús Rafael Soto • Timm Ulrichs • Heike Weber • Sebastian Wickeroth • Ludwig Wilding
Laufzeit: 01.05. bis 05.12.2021
Mit den Künstlerinnen Inge Dick (* 1941) und Susa Templin (* 1965) widmeten sich das Museum für Konkrete Kunst und die Stiftung für Konkrete Kunst und Design der Fotografie als Medium der Konkreten Kunst. Beide Künstlerinnen verstehen sich weniger als Fotografinnen, sondern nutzen Fotografie als künstlerisches Werkzeug. Jede bespielte eine eigene Etage des Museums und untersucht auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Raum, Licht und Zeit.
Inge Dick erforscht in ihren Arbeiten die Wirkung von Sonnenlicht auf monochrome Flächen. In fotografischen und filmischen Serien lässt sie Farbveränderungen sichtbar werden, die sich je nach Tages- und Jahreszeit auf einer weißen Fläche ergeben.
Susa Templin entwickelt raumbezogene Installationen aus fotografischen Aufnahmen. Mit ihren Spatial Abstractions – Räumen aus Bildern von Räumen – reagierte sie auf Architektur, Licht und Zeitlichkeit des Museums.
Die beiden Ausstellungen zeigten, wie sich das Medium der Fotografie in die zeitgenössische Konkrete Kunst einfügt.
Bernhard Lang. Mit Abstand am schönsten
Laufzeit: 15.02. bis 06.04.2021
Während der pandemiebedingten Museumsschließung brachte das Museum für Konkrete Kunst die Ausstellung kurzerhand in den öffentlichen Raum. Unter dem Titel Mit Abstand am schönsten wurden im gesamten Ingolstädter Stadtgebiet 25 großformatige Aufsteller mit 50 Fotografien des Luftbildfotografen Bernhard Lang präsentiert.
Die bis zu 2 × 2,40 Meter großen Motive zeigten Langs preisgekrönte Aerial Views: Sonnenschirme an der Adria, Tulpenfelder in den Niederlanden, Fischfarmen im Mittelmeer oder Solaranlagen in den USA. Aus der Luft betrachtet, werden dabei Muster, Raster und Farbflächen erkennbar, die zunächst an Werke der Konkreten Kunst erinnern. Zugleich zeigen sie die vom Menschen geprägten Strukturen der Erdoberfläche.
Der Titel der Ausstellung spielte sowohl auf die Perspektive der Luftaufnahmen als auch auf die Abstandsregeln während der Coronapandemie an.
Mind the Gap! Zwischen bekannten und neuen Räumen
Laufzeit: 06.09.2020 bis 06.06.2021
Für die Ausstellung Mind the Gap! Zwischen bekannten und neuen Räumen waren zwölf Künstler*innen eingeladen, sich intensiv mit der Architektur der ehemaligen Donaukaserne auseinanderzusetzen und ortsspezifische raumgreifende Installationen zu entwickeln.
Dabei erhielten die vertrauten Museumsräume ein neues Erscheinungsbild: Bekannte Perspektiven wurden verändert, Räume neu erfahrbar und ungewöhnliche Wechselwirkungen zwischen den künstlerischen Positionen geschaffen. Die Ausstellung würdigte zugleich die besondere Architektur der ehemaligen Donaukaserne in der Tränktorstraße und gab einen Ausblick auf das zukünftige Museum als Ort für Kreativität und Innovation.
Beteiligte Künstler*innen:
Annegret Bleisteiner • Marco Casentini • Jacob Dahlgren • Vanessa Henn • Katharina Hinsberg • Erika Hock • Markus Krug • Karim Noureldin • Jan van der Ploeg • Marleen Sleeuwits • Esther Stocker • Thomas Trum
Ausstellungsplakat, Martin Creed – I don't know what art is, 2024
Ausstellungsplakat, Hängepartie. Kunst mit offenem Ende, 2022
Ausstellungsplakat, Mind the gap – Zwischen bekannten und neuen Räumen, 2020
Unsere Publikationen zu den Ausstellungen bieten weiterführende Einblicke.
Vorschau Ausstellungskatalog, 24! Fragen an die Konkrete Gegenwart, 2024
Vorschau Ausstellungskatalog, Gemalte Diagramme. Bauhaus, Kunst und Infografik, 2019
Vorschau Ausstellungskatalog, Wolfram Ullrich, 2019