Heller Ausstellungsraum mit einem großformatigen abstrakten Kunstwerk aus schwarzen, gelben und blauen Längsstreifen an der Wand. Links steht ein weißer Sockel mit einem Tablet und Kopfhörern.

Sammlung MKK

Von 50 auf 15.000 – die Entwicklung einer starken Sammlung Konkreter Kunst

Der Ankauf von knapp 50 Gemälden, Skulpturen und Grafiken namhafter Vertreter*innen der Konkreten Kunst wie Josef Albers, Günter Fruhtrunk oder Verena Loewensberg aus der Sammlung von Eugen Gomringer (1925–2025), dem „Vater der Konkreten Poesie“, bildete 1981 den Auftakt für das 1992 eröffnete Museum für Konkrete Kunst. Seitdem ist dessen Sammlung stark angewachsen. Zusammen mit den Beständen der Stiftung für Konkrete Kunst und Design umfasst sie aktuell knapp 15.000 Objekte aus den Gattungen Malerei, Skulptur, Installation, Grafik und Videokunst. Bestandteil der Sammlung ist schließlich auch Design mit klarem Bezug zur Konkreten Kunst, so etwa Arbeiten von Vertreter*innen des Bauhauses oder der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Ulm.

Leuchtendes kugelförmiges Objekt mit vielen kleinen Glühlampen auf einem schlanken Ständer mit rundem Sockel.

Otto Piene (1928–2014), Single Neon, 1972, verchromtes Metall, 220-V-Neonglühbirnen, Elektrik, 125 × 60 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Hubert P. Klotzeck

Schwarzes, mit Luft gefülltes und nach vorne gewölbtes Quadrat in einem schwarzen Rahmen.

Wilhelm Koch (*1960), Ohne Titel (Quadrat), 1988, Stahl, Gummi und Luft, 137 × 137 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Hubert P. Klotzeck 

Weiße konstruktivistische Skulptur, die aus mehreren geometrischen Teilen zusammengesetzt ist.

Alexander Rodtschenko (1891–1956), Raumkonstruktion Nr. 6, 1918/1974, Aluminium, Farbe, 68 × 52 × 13,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design

Zahlreiche, dicht nebeneinander auf einer Bildtafel eingeschlagene Nägel, die noch herausstehen.

Günther Uecker (1930–2025), Regen. Zum Schweigen der Schrift. Hommage à Herrn Gomringer, 1972, Leinwand, Nägel, Holz, 160 × 160 × 18 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design

Die Spanne der gesammelten Werke reicht von den Anfängen der Kunstrichtung bis hin zu aktuellen Positionen. Einen Sammlungsschwerpunkt bilden dabei Arbeiten deutschsprachiger Künstler*innen aus den Nachkriegsjahrzehnten bis in die 1990er-Jahre, darunter Werke der Zürcher Konkreten um Max Bill und Richard Paul Lohse oder der ZERO-Künstler Heinz Mack, Günther Uecker und Otto Piene.

Seit einigen Jahren ist die Erweiterung der Sammlung verstärkt auf Werke junger Künstler*innen ausgerichtet. Ziel ist es, die Weiterentwicklung der Konkreten Kunst in aktuellen Kontexten ebenfalls in den Beständen des Museums abzubilden und so den Kanon fortzuschreiben. 

Großformatige, geometrische Wandarbeit, aus einer weißen und einer glänzend schwarzen Fläche in einer Ausstellungshalle.

Gerold Miller (*1961), section 2, 2017, Aluminium, lackiert, 253 × 338 × 12 cm; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Hubert P. Klotzeck

Geometrisches Gemälde aus dicht aneinandergereihten blauen Zickzacklinien, die ein optisch flimmerndes, rechteckiges Muster erzeugen.

Toulu Hassani (*1984), Ohne Titel, 2023, Acryl und Öl auf Leinwand, 43,5 × 33,1 × 2,5 cm, © Toulu Hassani; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Hubert P. Klotzeck

Abstraktes Wandobjekt mit gelber Kontur und feinen schwarzen und blauen Linien auf weißem Grund.

Vladiana Ghiulvessi (*1994), Together II, 2020, Acryl auf Leinwand, 120 × 120 × 4 cm, © Vladiana Ghiulvessi; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Hubert P. Klotzeck

Was ist Konkrete Kunst?
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