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Bevor sich Otto Nemitz der Malerei widmete, ging er unterschiedlichen Tätigkeiten nach. Ab 1962 wandte er sich der konstruktiv-konkreten Kunst zu.
Seine Bilder führte er vorerst mit zurückhaltender Palette in Schwarz, Weiß und Grau aus, die sich in eine Art geometrisches Raster fügten. Ende der 1960er-Jahre wurden seine ungegenständlichen, nun farbintensivieren Kompositionen mit teils organischen Formen zunehmend dynamischer und beweglicher. Mit den ab 1995 entstandenen Zeithäusern fand Otto Nemitz eine Ausdrucksform, die eine konsequente Weiterentwicklung seiner Arbeiten markiert: Die nunmehr dreidimensionalen, frei im Raum auf Sockeln stehenden Skulpturen, schienen, die Objekt gewordene räumliche Umsetzung seiner Zeichnungen, Gemälde, Echo- und Schattenbilder zu sein. Die Grenze der Gattungen Malerei und Skulptur wurde aufgehoben.
Otto Nemitz (1935–2012), ZH13, 2000, 35 × 35 × 35 cm, Acryl, Graphit auf Holz; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Helmut Bauer
Otto Nemitz (1935–2012), EB 40, 2008, Acryl auf Holz, 56,5 × 37 × 7 cm; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Helmut Bauer
geboren in Berlin
Autodidakt im grafischen Gewerbe, Abendkurse in Zeichnen und Maltechniken
Studienaufenthalt in Italien, Landschaftsmalerei
Übersiedlung nach Köln
Gründung des Nachwuchsforums „Kleine Galerie Köln“
Rhein-Tiber-Preis der Stadt Rom
Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Köln
Studienreise nach Australien
Symposium „Das Spirituelle in der Gegenwartskunst”, dargestellt am Beispiel Otto Nemitz in der Thomas-Morus-Akademie, Bensberg
gestorben in Köln
Aufnahme in die SKKD
Becoming MKKD. Zum Planen und Entstehen eines Museums (Gruppenausstellung)
Malerei, entgrenzt
Schwarz auf Weiß. Highlights aus der Sammlung Maximilian und Agathe Weishaupt und der Stiftung für Konkrete Kunst und Design (Gruppenausstellung)