Älterer Mann mit Brille und Baskenmütze, steht vor einer abstrakten Skulptur und hält ein Werkzeug in der Hand.

Erich Buchholz

Erich Buchholz war Maler, Bildhauer, Möbeldesigner, Bühnenbildner, Typograf, Objekt- und Raumgestalter.

Seit 1918 schuf er ungegenständliche Werke und gehörte zum Kreis der Konstruktivisten. In seinen Arbeiten spielten Kreismotive und eine reduzierte Palette – vor allem Schwarz, Rot und Gold – eine große Rolle. Zudem trieb ihn ein besonderes Interesse am Raum und an Materialvielfalt an. Dies belegen rund 800 Papierarbeiten, 230 Gemälde, etwa 100 Gips- und Holzreliefs, Architekturentwürfe, Bronzeskulpturen und Glasobjekte. Auch sein Wohnstudio am Berliner Herkulesufer war bemerkenswert: Mit dem 1922 kubisch gestalteten Atelier schuf er nicht nur die erste Raumgestaltung der Moderne, sondern auch einen Treffpunkt der Berliner Avantgarde. Nachdem er zwischen 1933 und 1945 mit Mal- und Ausstellungsverbot belegt wurde, konnte er danach nicht mehr an seinen früheren Erfolg anknüpfen.

Raummodell eines Ateliers mit Konzertflügel und abstrakten Kompositionen an den Wänden.

Erich Buchholz (1891–1972), Raumgestaltung Atelier Herkulesufer 15, Berlin, 1968, Holz, Papier und Farbe, 45 × 60 × 80 cm, © Nachlass Erich Buchholz; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Hubert P. Klotzeck

Abstrakte Komposition aus einem roten Rechteck mit goldenem Kreis, weißen und schwarzen Rechtecken, auf einer holzmasernden Fläche, in einem weißen Rahmen.

Erich Buchholz (1891–1972), Kreis des Aufgangs II, 1922, Öl auf Holz, 58,5 × 41 cm, © Nachlass Erich Buchholz; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Helmut Bauer

Biografie

1891

geboren in Bromberg, preußische Provinz Posen (heute Bydgoszcz, Polen)

1911–1915

Volksschullehrer in Czarnikau, preußische Provinz Posen (heute Czarnków, Polen)

1915

Übersiedlung nach Berlin; Unterricht bei Lovis Corinth; Einberufung zum Militärdienst

1917

Dramaturg und Bühnenbildner am Theater Bamberg

1921

erste Einzelausstellung in der Galerie „Der Sturm“ in Berlin; Ausstellungen in Weimar, Jena, Düsseldorf und Hannover

1922

Teilnahme an der Ersten Internationalen Kunstausstellung in Düsseldorf

1924

Werkstattleiter am Dramatischen Theater Berlin

1926–1931

Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung

1956

Einzelausstellung in der Rose Fried Gallery, New York

1972

gestorben in Berlin

2012

Aufnahme in die SKKD

2022

Erich Buchholz: Die Kunstgeschichte ist eine einzige Fälschung, Ausstellung im Kunsthaus Dahlem, Berlin, in Zusammenarbeit mit der SKKD

Vergangene Ausstellungen am MKKD

2026

Becoming MKKD. On Planning and Creating a Museum (group exhibition)

2026

Becoming MKKD. Vom Planen und Entstehen eines Museums (Gruppenausstellung)

2025

In Preparation. Die Ausstellung (Gruppenausstellung)

2022

Ungeahnt Mondän

2015

Schwarz auf Weiß. Highlights aus der Sammlung Maximilian und Agathe Weishaupt und der Stiftung für Konkrete Kunst und Design (Gruppenausstellung)

2013

Erich Buchholz und die Avantgarde

2012

Highlights II. 5 Jahre Stiftung für Konkrete Kunst und Design (Gruppenausstellung)