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Vera Molnár ist eine Medienkünstlerin ungarischer Herkunft.
Als eine bedeutende Pionierin der digitalen Kunst setzte sie bereits Ende der 1960er-Jahre die ersten Großrechner als zentrale Hilfsmittel für die Gestaltung ihrer geometrisch-systematischen Werke ein und arbeitete seitdem kontinuierlich mit dem Computer. Ihre Handzeichnungen zu elementaren Formen wie dem Quadrat übersetzte sie in selbst geschriebene Programmierungen, die den Zufall als zentrales Gestaltungsprinzip berücksichtigten. So entwickelte sie Serien, in denen die strenge Regelmäßigkeit durch zufällige Störungen variiert ist. Ihr Werk, das in renommierten Museen wie dem Museum of Modern Art in New York gezeigt wurde, hat die digitale Kunst maßgeblich beeinflusst. Molnár sah den Computer als ein Werkzeug – ähnlich einem Lineal oder Würfeln –, das Künstlern und Künstlerinnen hilft, Ideen umfassender zu erforschen und kreative Entscheidungen zu treffen.
Vera Molnár (1924–2023), Hypertransformations, 1974/2009, Acryl auf Leinwand, 100 × 100 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Helmut Bauer
Vera Molnár (1924–2023), Trapèzes penchés à droite, 1987/88, Collage (Ausschnitt), Klebeband auf Karton, 25 × 65 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Helmut Bauer
geboren in Budapest
Studium der Malerei, Kunstgeschichte und Ästhetik an der Hochschule für Bildende Kunst in Budapest
Stipendiatin der Villa Julia in Rom; Übersiedlung nach Frankreich
Mitbegründerin der „Groupe de Recherche d’Art Visuel“ (GRAV); erste Beteiligung an der von Max Bill organisierten Ausstellung Konkrete Kunst in Zürich
Mitbegründerin der Gruppe „Art et Informatique“ am Institut d’Esthétique et des Sciences de l’Art in Paris
Entwicklung des Softwareprogramms „MolnArt“
Mitglied des „Centre de Recherche Expérimentale et Informatique des Arts Visuels“ (CREIAV) an der Université de Paris I, Sorbonne
Lehrauftrag an der Université de Paris I, Sorbonne
Mitbegründerin der „Open Structures Art Society“ (OSAS) in Budapest
Ordre des Arts et des Lettres
Aufnahme in die SKKD
Verdienstorden der Ehrenlegion
Merit Awards AWARE in Paris
Teilnahme an der Biennale von Venedig
gestorben in Paris
Becoming MKKD. Vom Planen und Entstehen eines Museums (Gruppenausstellung)
Zurück auf Start. Die Sammlung Gomringer und 30 Jahre Museum für Konkrete Kunst (Gruppenausstellung)
Reflections / Spiegelwelten (Gruppenausstellung)
Schwarz auf Weiß. Highlights aus der Sammlung Maximilian und Agathe Weishaupt und der Stiftung für Konkrete Kunst und Design (Gruppenausstellung)
Vera Molnár – (Un)ordnung. (Dés)ordres
Highlights II. 5 Jahre Stiftung für Konkrete Kunst und Design (Gruppenausstellung)