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Die Objekte Edgar Gutbubs waren ein Dialog zwischen Architektur, Skulptur, Malerei und Design.
Gutbubs Formensprache basierte auf einem reduzierten geometrischen Repertoire – dazu zählten gerade und rechte Winkel, Bestandteile des Quadrats, gleichmäßige Bögen und Dreiecke. Mit diesen sachlichen Formelementen untersuchte Gutbub Räumlichkeit, indem Raum einerseits definiert als auch gleichermaßen infrage gestellt wurde. Dadurch erschlossen sich räumliche Grenzerfahrungen, die irritierten und gewohnte Wahrnehmungsstrukturen aushebelten. Er thematisierte die menschliche Sehnsucht nach „Behütung“ und „Behausung“ und erhob so den Raum selbst zum Gegenstand seiner Kunst. Farben wurden zur Unterstützung von Raumeindrücken eingesetzt, doch oft beließ Gutbub die Raumobjekte mit unbehandelten oder weißen Oberflächen. Beeinflusst wurde Gutbub von den niederländischen Konstruktivisten, darunter die Gruppe De Stijl. Er realisierte zahlreiche Werke im öffentlichen Raum.
Edgar Gutbub (1940–2017), Objekt 12, 1971, Spanplatten Hartfaserplatten, Lack, 120 × 180 × 82,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Helmut Bauer
Edgar Gutbub (1940–2017), Schaukelstuhl-Objekt, Nr. 1 (blau), 1997, MDF-Platten, Acryl, 78 × 65 × 46,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014; Foto: Museum für Konkrete Kunst und Design, Helmut Bauer
geboren in Mannheim
Studium der Bildhauerei an der Freien Kunstakademie Mannheim
Studium der Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin
Villa-Romana-Preis, Florenz
Stipendiat der Cité International des Arts, Paris
Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Hand Hollow Foundation im Bundesstaat New York, USA
Preis der 3. Triennale für Kleinplastik in Fellbach
Gastprofessor an der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig
Gastprofessor an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main
Aufnahme in die SKKD
gestorben in Wuppertal
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